Hm, hast recht, war etwas unlogisch (hat mir im Nachhinein auch viel zu viel Pathos). Der kurzfristige "Nutzwert" von einzelnen Kanji-Lesungen für die gesprochene Sprache ist in der Tat eingeschränkt. Ich glaube allerdings, dass die Kenntnis zumindest aller wichtigen Lesungen, immer vorausgesetzt ein kontextbezogenes zugehöriges Vokabular wird mitgelernt, langfristig doch die Einsicht in tiefere semantische Sprachschichten ermöglicht und dann auch die Sprech-Kompetenz erhöht.
Na ja, blabla...
Zitat: Da ich mit 2 Büchern arbeite (Langenscheidt Kanji u Kana 1 und JiS) lerne ich die Kanjis aus dem Langenscheitbuch mit einer Lesung (der gebräuchlichen wenn man nur das Kanji alleine schreibt)...
Meistens sind alle angegebenen Lesungen durchaus gebräuchlich. Außerhalb dieser "Jouyou-Lesungen" haben nämlichen viele Kanji noch (z.T. wesentlich) mehr Lesungen, die gar nicht aufgeführt sind. Die sollte man wirklich getrost erstmal ignorieren. Aber von denen abgesehen habe ich immer versucht jedes Kanji möglichst vollständig zu erfassen, weil ich keine Lust habe, jedes Kanji immer wieder durchzukauen (abgesehen von Wiederholungen zum festeren Verankern auf der "Festplatte"). Aber das ist vielleicht Geschmacks- und Lerntyp-abhängig. Ich kann nur systematisch lernen, andere brauchen das Chaos.
Im Gegensatz zu den Lesungen sind die angeführten Beispiel-Komposita im "Kanji und Kana" übrigens oft sehr weit hergeholt, wohl durch den Zwang, stets nur vorher eingeführte Kanji mit dem aktuellen Zeichen zu verbinden.