(19.09.21 23:51)Yano schrieb: Interessant. Ich habe auch mal Japanisch unterrichtet, eine 12. Klasse
[...]
Es war aber nix.
Das sind auch schwierige Umstände. Wenn es wirklich eine ganze Klasse war (und nicht nur die Schüler, die wirklich Interesse an Japanisch haben), muss man natürlich erstmal möglichst viele Schüler für das, was man vermitteln will begeistern. Außerdem finde ich es einfacher, mit Schülern zu arbeiten, die schon ein bisschen mit der Sprache umgehen können. Jemandem eine Sprache ganz von Null an beizubringen, ist immer eine Herausforderung.
Bei mir hat das angefangen, weil ein paar Kommilitonen, die Japanisch an der Uni lernen, den N4 machen wollten und mich um Hilfe bei der Vorbereitung gebeten hatten. Wir haben uns dann einmal pro Woche getroffen (ich hatte praktischerweise Zugang zu Uni-Räumen), Übungen gemacht und Texte gelesen etc. Am Ende sind wir zusammen nach Düsseldorf zur Prüfung gefahren, die auch von fast allen bestanden wurde. Bei weiteren Iterationen des Ganzen haben auch Leute von anderen Fakultäten und sogar von außerhalb der Uni teilgenommen. Inzwischen hat sich das Ganze zwar in eine JLPT- und eine Lesegruppe gesplittet, erfreut sich aber immernoch (momentan leider nur remote) großer Beliebtheit.
Seit ein paar Jahren habe ich die interessante Gelegenheit, einen motivierten japanischen Schüler auf Japanisch quasi als 家庭教師 in Mathematik und Informatik zu unterrichten. Das macht beiden Seiten Spaß und ist immer das Highlight der Woche für mich.