(05.06.14 21:20)Mayavulkan schrieb: Interessanter Ansatz Es gibt ja auch noch die Theorie, dass unser Gehirn - besser gesagt das aller Primaten - gebildet wurde, um sich die Orte zu merken, an denen zu verschiedenen Zeiten die Früchte reifen, um diese Orte dann ohne große Sucherei zur richtigen Zeit gezielt anzusteuern.
Aber wie auch immer, auch hier läge ja zur heutigen Zeit ggf. eine Unterforderung vor.
Ich sehe, du erkennst worauf ich eigentlich hinaus wollte. Ich möchte es noch anders formulieren. Ich sehe es nicht so sehr als eine Unterforderung an, sondern eher als eine Art unbewusste Fehlbenutzung des Gehirns an, so als ob man mit einem Auto das für glatte Straßen gebaut wurde, sich auf einen morastigen Feldweg begibt und dann steckenbleibt weil das Fahrzeug nicht für dieses Gelände geeignet ist.
Ich beziehe mich hier auf Selbstmorde die daraus entstehen, das der Suizidkandidat in müßige, zwangsläufig zu nichts führende Spekulationen und Grübeleien verfällt, die ihn in eine Art "mindfuck" Situation führen, aus der er nicht mehr so einfach wieder heraus findet.
Wohlgemerkt, ich rede hier von den Selbstmordursachen in hochentwickelten Industrieländern, wo es zu Selbstmordfällen kommt, bei denen für den Selbstmörder keine wirklich objektiv lebensbedrohlichen Situationen vorliegen. Selbstmord auf Grund einer lebensbedrohlichen Krankheit oder ähnliches meine ich natürlich nicht.
Zitat:Man muss doch in einem Denkansatz nicht gleich die 100%ige Wahrheit sehen.
Es war doch klar das UnDroid das humorvoll gemeint hat. Und ja, ganz Unrecht mag er damit nicht haben. Nicht nur Selbstmörder, sondern auch andere seltsame Zeitgenossen mögen das Produkt eines unausgelasteten Gehirns sein, welches durch den modernen Wohlfahrtsstaat von den Aufgaben des täglichen Existenzkampfes befreit ist und nun mit den frei gewordenen Ressourcen nichts produktives anzustellen vermag und sich deshalb auf seltsames Gelände begibt.