Zitat:Spontan fällt mir nur ein:
ookami - Wolf, oo - König, ooji - Prinz, tooi - weit, ooi - viel, ooki - groß
Da sind zwei Fehler drin: 王 schreibt sich in kana おう, dementsprechend liest sich der 王子 dann auch おうじ. Als Faustregel kann man sich merken: Innerhalb
einer on'yomi findet man niemals ©oo, sondern immerzu nur ©ou.
Zitat::l0a_d1v: Beitrag von:"X2" Zitat: Soweit ich weiss, ist der Unterschied zwischen "oo" und "ou", daß "oo" nicht immer "oo" war, sondern ursprünglich einen Konsonant dazwischen war
Völlig richtig, und zwar meist das H/F (ohoki, Kohobe, tohori). Dies ist da dann genauso weggefallen wie bei omofu > omou, warafu > warau etc.
Naja, so "völlig richtig" ist das auch wieder nicht. Ja, heutiges "oo" ist im Prinzip durchgehend durch Wegfall eines Konsonanten/Semivokals (welcher zusammen mit dem 2. "o" eine offene Silbe bildete) entstanden, aber als Unterscheidungsmerkmal von "oo" und "ou" taugt das nichts. Heutiges "ou" ist nämlich auch in sehr vielen Fällen durch Wegfall von Konsonanten (und folgender Monophthongisierung der beiden dadurch aufeinanderprallenden Vokale - von denen der 2. garantiert niemals und der 1. zumindest wenn ich mich nicht irre niemals ein "o" war) entstanden.
Das einzige, was man sich wohl merken kann, ist: War die 2. Silbe eine auf "o", dann wird das vorhergehende "o" heute mit お, war es eine auf "u", dann wird das vorhergehende "o" heute mit う gelängt. (Natürlich müßte man zur praktischen Anwendung dieser Regel Kenntnisse in vormodernem Japanisch haben... insofern ist es für die meisten Leute wohl eher praktikabel, einfach "ou" als allg. Regelfall und "oo" als dessen Ausnahme zu betrachten und sich dann eine Liste der gängigeren "Ausnahmen" zu erstellen... ^^)
Übrigens: Was soll den Kohobe sein? Solltest du die Stadt 神戸 meinen, würd ich dazu gerne mal genaueres hören. Eigtl. gabs in dem Namen überhaupt kein o und auch kein h (oder p oder f oder was auch immer nun der Konsonant der ha-gyô zu Zeit x gewesen sein mag), insofern scheinst du wohl was anderes zu meinen, oder?