Zitat:Habe ich irgendetwas davon geschrieben, dass ich eine Doktorarbeit darüber schreibe?
Das hatte ich auch nicht angenommen.
Ich wollte lediglich dezent darauf hinweisen, dass man anhand von 2 Meinungen nicht auf die Geisteshaltung eines ganzen Volkes schließen kann. Auch sollte man sich überlegen, ob man einen auf diese Weise gewonnen Eindruck einhergehend mit beleidigenden Formulierungen in einem Forum voller

Experten

veröffentlicht.
Aber sei es drum, hier mal mein subjektiver Senf zum Thema.
Auch wenn Geiz in Japan noch lange nicht geil ist, schaut man auch dort auf den Preis. Wörter wie 割引 oder 半額 waren mit die ersten, die ich in Japan gelernt habe

Außerdem gibt es einen großen Gebrauchtwarenhandel, wo Handeln gar nicht mal so unüblich ist. Ich bin mal mit einem Rucksack voller Videospiele zum Laden gestiefelt und habe minutenlang mit dem Angestellten dort verhandelt, wie viel er mir dafür gibt.
![[Bild: sauer_034.gif]](http://www.smilietown.de/smilies/sauer/sauer_034.gif)
War im Endeffekt natürlich viel zu wenig...
Beim Fall mit der Uhr haben wir es allerdings mit einem Geschenk zu tun. Und zwar nicht irgendeinem Geschenk, sondern offensichtlich einem besonderen. Bei solch einem Geschenk geht es beileibe nicht nur um den bloßen Gegenstand, es spielen auch die Verpackung, der Anlass für das Geschenk und der Aufwand (also auch der finanzielle) und die Mühe, die mit dem Beschaffen des Geschenkes verbunden war und auch wo man das Geschenk erstanden hat, eine Rolle. Der Gegenstand an sich ist also nur ein Teilaspekt von vielen bei einem solchen Geschenk.
Auch wenn solch ein Denken bzgl. Geschenken in Japan vielleicht etwas ausgeprägter sein mag als anderswo, halte ich es keineswegs für ein japanisches Unikum.
P.S. der Preis eines Geschenkes zeigt übrigens nicht, wie viel man bereit ist für den jeweiligen Gegenstand auszugeben, sondern wie viel man bereit ist für den oder die zu Beschenkenden auszugeben. Das gilt ebenfalls nicht nur in Japan...