Hallo Fuyutenshi,
Zitat:Zitat:@karena
*nick*Stimmt,die beste Art Japanisch zu lernen,ist unter Japanischen Schülern.
Na. Das sagt dir jetzt deine 14jährige Lebenserfahrung? ^^;
Da lernst du genau das "Richtige". Nämlich nur Unsinn und hanashi-kotoba.
Ja, da kann ich Dir nur zustimmen. Die Japan-ATS, die ich bis jetzt getroffen hatte, konnten teilweise nicht einmal -masu richtig gebrauchen. Eben weil sie in der Regel nur die Gespraeche ihrer Mitschueler und ihrer Familie gehoert hatten.
Aber als Unsinn wuerde ich es nun nicht titulieren. Es ist aber eben nur ein Teil der Sprache, und man wird ueber ein bestimmtes Niveau nicht drueber hinauskommen, wenn man nicht auch andere Quellen (andere Umgangskreise, andere Buecher) hat. Uebrigens geht es auch anders, ein guter Freund von mir hatte hauptsaechlich nur mit Professoren zu tun und kann eine RU-Formen nicht. Und es ist schon etwas gewoehnungsbeduerftig, wenn man von einem guten Freund staendig mit KEIGO angesprochen wird. Das ist das andere Extrem.
Zitat:Zitat:@emiko:
Es gibt ueberschlagen ca. 6000 Sprachen auf der Welt.
Das ist reine Statistik. 90% davon dürfte nur von einer Handvoll Leute gesprochen werden und die ersten 100 deckt 99% der Menschheit ab. Daneben sind sich die Experten oft nicht einig was Dialekt oder Sprache ist. Definitionssache mit fliessenden Übergängen.
Und was hat das zu bedeuten?

Selbst wenn es nur 5000 Sprachen sein sollte, so sind es trotzdem eine Menge mehr als die 10 Sprachen, von denen man staendig zu tun hat. Oder die 100 Sprachen, die angeblich von 99% aller Sprecher benutzt werden? Und was hat die Anzahl der Sprecher mit ihrem Wert zu tun? Du willst doch nicht andeuten, dass z.B. die Sprache meiner Grosseltern es wert ist sterben, nur weil vielleicht hochgeschaetzt gerade mal 10.000 die Sprache noch beherrschen? Und leider fast nur Alte.
http://www.helsinki.fi/~tasalmin/europe_index.html
Zitat:Zitat:@emiko:
Wie in aller Welt will da jemand, der wohl kaum an einen Schliemann (der immerhin 32 Sprachen gekonnt haben soll) im geringsten rankommt, in der Lage sein, unter 6000 Sprachen die schwierigsten zu bestimmen?
"Können"?
Viele behaupten ja eine Sprache zu können wenn sie "Guten Tag" und "Auf Wiedersehen" in irgendeiner Sprache können. 
Naja, Herr Schliemann hat seine Tagebuecher in der jeweiligen Landessprache geschrieben, wo er sich gerade aufgehalten hat. Und konnte immerhin im 19. Jh. auch so seltene Sprachen wie Russisch und Japanisch.
Was das "Guten Tag"-Niveau betrifft, SANSEI.
Nur wie ernst kann man Einschaetzungen von Leuten nehmen, die wahrscheinlich in dem Grossteil der erwaehnten Sprachen nicht ueber das Niveau darueber hinwegkommen?
Mich wuerde mal wirklich ernsthaft ein Argument interessieren, warum Ungarisch soo extrem schwer sein soll? Abgesehen davon, dass es eine nichtindoeuropaeische Sprache ist. Und warum es noch weit ueber anderen finno-ugristischen Sprachen steht. Ich hatte mal wegen meiner Gastschwester auch angefangen, die Grundlagen vom Finnisch zu lernen und fand sie auch nicht schwieriger als z.B. die ersten Grundlagen von Walisisch, Russisch, Chinesisch oder auch Japanisch.
Zitat:Zitat:@emiko:
Der Aufbau des Wortschatzes im Japanisch ist ne einzige Katastrophe, ein Grund, warum ich Japanisch weit ueber Deutsch ansiedeln wuerde.
Gut dass du es zumindest mit "ich wuerde" beschreibst denn das halte ich für eine Bauchmeinung ohne vernünftige Grundlage.
Gut, meinetwegen, aber dann wuerden mich mal Gruende interessieren, warum das nicht sein soll. Aspekte von "regelmaessigen Aufbau des Wortschatzs" sind fuer mich folgende:
-Man kann in der Regel Woerter selber bilden, die dann auch verstanden werden.
-Man kann die Bedeutung unbekannte Woerter erraten.
Im Japanisch geht meiner Erfahrung nach beides nicht, hat man ein Wort nicht gelernt, sei's durch staendiges Hoeren oder durch Auswendigpauken von Buechern, kann man es auch nicht in Ansaetzen verstehen.
Oder versuche mal Sachen wie "Grundlagen von Mathematik" zu "uebersetzen"! Selbst das MONBU-KAGAKU-SHOU scheint sich da uneinig zu sein, was besser ist und schreibt gleich "SUUGAKU no KIHON-KISO". (Es geht um die aktive Anwendung, nicht das Leseverstaendnis.)
Oder wenn es um die Verbesserung/Aenderung von Vorschlaegen geht, koennte man ja theoretisch 改案 sagen. Aber wenn man nachschlaegt, gibt's das Wort nicht.
Und auf WAGO zu sprechen zu kommen, bei HANAYAKA reicht meine Fantasie noch aus, um ueber vielfarbige Blumen auf fantastisch, leuchtend, glamoroes etc. zu kommen. Aber bei z.B. azayaka? AZA - Stadtteil AZA - Muttermal oder aehnliches => wo ist da "Lebendige, Klare, Leuchtende", dass AZAYAKA eigentlich bedeutet.
Kannst Du Verben, Adjektive, in Ansaetzen auch Substantive wirklich frei formen? Wie oft habe ich ein "das ist so ungebraeuchlich" gehoert.
Daher meine Meinung. Und das ist keine Bauchmeinung, sondern eine Schlussfolgerung nach 4,5 Jahren "Leidensgeschichte".
Viele Gruesse
Emiko