RE: Japanisch für Türken
Hm .... Tonhöhen sind eben ein ungewohntes Konzept für deutsche Muttersprachler. Ich mir gut vorstellen, dass Sprecher isolierender Sprachen es fuer erstaunlich halten, wenn ein Deutscher innerhalb von Sekundenbruchteilen die von Kasus, Genus, Numerus und Definitheit abhängige richtige Adjektivendung hervorzaubert. Vielleicht unterstellen uns die Chinesen auch ein besonderes Sprachgefühl.
Mir hat im übrigen ein Chinese mal erzählt, dass man auch ohne Töne verstanden wird, man klinge dann halt bloss wie ein (ich zitiere) "typical ignorant caucasian". Will sagen, vielleicht hören auch die Chinesen nicht so genau hin.
Das Chinesen einen Vorteil beim Lernen von Japanisch haben, ist unbestritten. Aus den gleichen Gründen wie Koreaner, minus die Grammatik.
Bezüglich altaischer Sprachen müsste man zunächst mal einen Türken finden, der Japanisch und eine indoeuropäische Sprache unter den gleichen Bedingungen gelernt hat, und das mit jemanden vergleichen, der eine Sprache aus einer ganz anderen Familie als Muttersprache hat. Vielleicht (bestimmt!) gibt es Studien dazu.
Kanjiquäler
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