(29.11.12 21:10)Hachiko schrieb: jede Sprache hat ihre ganz bestimmten Nuancen, die man einfach nicht passend übersetzen kann.
Kleine Randbemerkung, weil mir das gerade so einfällt. Im Englischen heißt das als Terminus technicus tatsächlich "lost in translation". Wer da jetzt nicht wieder an Japanisch und Film denkt.
Bei guten literarischen Übersetzungen kontaktieren in solchen Fällen die Übersetzer die Autoren. Von Günter Grass weiß ich z.B., daß er da sehr viel Wert drauf legt und teilweise regelrechte Konferenzen mit seinen Übersetzern abhält. Bei einem "Gebrauchstext" wie Untertiteln eher undenkbar.
Zur Verteidigung von verkürzenden Untertiteln sollte man übrigens bedenken, daß man z.B. in schnellgesprochenen Szenen, vielleicht auch noch mit schnellerer Schnittfolge i.d.R. gar nicht in der Lage ist eine vollständige und getreue Übersetzung zu lesen und in der erforderlichen Zeit zu verarbeiten. Da ist es dann halt wirklich besser, zu verkürzen und das Wesentliche rüberzubringen.
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