Am 15. August erschien in "DIE WELT" ein Aufsatz von
Hans Rühle der - neben dem üblichen Antifa-Gesülze - ein paar interessante Aspekte zur Geschichte des Atomkriegs benennt.
Demnach planten die USA morgen oder übermorgen vor 68 Jahren Nagoya zu atomisieren und dann Woche für Woche weitere Städte bis zur bedingungslosen Kapitulation.
Das japanische Atomforschungsprogramm war entgegen konventioneller Behauptungen nicht über die Herstellung eines einzigen kleinen Kristalles aus Uranhexafluorid hinausgekommen, hat aber dazu beigetragen, daß das schon seit Mai in Schutt und Asche liegende Nagoya nicht auch noch nuklear vernichtet worden ist. Japanische Atomforscher, insbesondere Sagane Ryokichi, der vor dem Krieg in Berkley gewirkt hatte, konnten die japanische Regierung zur Aufgabe bewegen, denn sie hatten herausgefunden, daß die Bombe "Fat Man", die auf Nagasaki fiel, eine Plutoniumbombe war. Hiroshima ist durch eine Uranbombe zerstört worden, deren Herstellung sehr schwierig ist und lange dauert, und man wußte in Japan, daß die Herstellung der Plutoniumbombe hingegen sehr leicht ist, wenn man Atomkraftwerke hat.